Rucksack richtig packen

Gehört ihr zu den Rucksackträgern, die anscheinend immer schwere Lasten tragen? Ihr lauft weit nach vorn gebeugt und mit schwerem Schritt. Andere wandern entspannt mit aufrechtem Oberkörper, als enthielten ihr Rucksack nur Luft, obwohl alle die gleiche Ausrüstung transportieren. Dann beachtet ein paar Tips beim Rucksackpacken oder macht mehr Sport.

Die unterschiedliche Körperhaltung resultiert manchmal aus der unterschiedlichen Qualität der verwendeten Rucksäcke, aber meistens aus der Packweise des jeweiligen Rucksacks! Das Geheimnis des Rucksacktragens besteht in der richtigen Lage des gemeinsamen Schwerpunktes von Rucksack und Träger. Dieser Schwerpunkt sollte am besten über dem Becken liegen. Das wird erreicht durch einen hoch liegenden Rucksackschwerpunkt.

Hierzu wird der Rucksack so gepackt, dass die schwereren Ausrüstungsteile dicht am Rücken zwischen den Schultern platziert werden. Leichte, großvolumige Ausrüstung dagegen kommt z.B. ins Bodenfach oder nach außen. Diese Lastverteilung ist optimal für Trekking und Trampen in leichtem Gelände.

In schwierigem Gelände, bei anspruchsvollen Bergtouren und beim Skilaufen hat die eigene Sicherheit Vorrang, weshalb eine optimale Lastkontrolle bevorzugt wird. Hierzu sollte der Rucksackschwerpunkt etwas tiefer liegen, so dass die Balance leichter gehalten werden kann.

Deshalb wird der Rucksack unter diesen Bedingungen anders gepackt. Die schwereren Ausrüstungsteile sollten in der Packsackmitte nah am Rücken verstaut werden. Leichte Sachen kommen wieder ins Bodenfach.

Bei beiden Packvarianten wird ein Großteil der Bekleidung um die schwere Ausrüstung gepackt. So wird ein Verrutschen und damit eine ungewollte Verlagerung des Schwerpunktes verhindert.

Lange Gegenstände z.B. Zeltgestänge werden an der Seite mit den Kompressionsriemen des Rucksacks befestigt, die Enden kommen in die hoffentlich vorhandenen Einstecktaschen.